Babyhandschuhe und Fäustlinge – so schützen Sie die Hände Ihres Babys

Babyhandschuhe und FäustlingeBabyhandschuhe und Fäustlinge gehören bei niedrigen Temperaturen zwingend mit zur Outdoor-Ausstattung dazu. Neben ihrer wärmenden Schutzfunktion bringen Kinderhandschuhe auch andere Vorteile mit sich: So schützen sie beispielsweise bei Kindern die an Neurodermitis leiden effektiv vor versehentlichen Verletzungen durch das Kratzen sowie auch vor Verschlimmerungen der gereizten Hautbereiche. Im Fachhandel oder Onlineshops werden Babyhandschuhe und Fäustlinge als allgemeines Zubehör in unterschiedlichen Varianten und aus unterschiedlichen Materialien angeboten. Der folgende Test verrät Ihnen, worauf Sie beim Kauf von Kinderhandschuhen achten sollten.

Babyhandschuhe und Fäustlinge Test 2017

Verschiedene Handschuharten für unterschiedliche Ansprüche

Babyhandschuhe und FäustlingeNeugeborene und Kleinkinder kühlen sehr schnell aus. Deshalb gibt es zwischen den Anforderungen an wetterfeste Kleidung für Babys und Winterbekleidung für Erwachsene erhebliche Unterschiede. In den kalten Herbst- und Wintertagen sollten bei Kindern nicht nur Kopf und Körper, sondern vor allem auch die empfindlichen Händchen Ihres Babys ausreichend vor der Kälte geschützt werden – auch wenn Sie im Kinderwagen oder Buggy unterwegs sind. Ähnlich wie bei Handschuhen für Erwachsene gibt es auch bei Kinderhandschuhen verschiedene funktionelle Typen, Materialarten und Designs. Die größten Unterschiede lassen sich hinsichtlich des Schnittes feststellen:

Hierbei wird stark zwischen Handschuhen für Mädchen und Jungen unterschieden. Im Bezug auf das Design sind dagegen Fäustlinge und Babyhandschuhe für Mädchen und Jungen kaum zu unterscheiden, auch wenn es durchaus Modelle gibt, die rein optisch als unisex bezeichnet werden können.

Neben den genannten Unterschieden differenzieren sich die verschiedenen Handschuharten zudem hinsichtlich ihrer Handhabung, der Sicherheit und des Komforts. Bestimmte funktionelle Typen sind insbesondere für Neugeborene zu empfehlen, während bei der Wahl für ältere Kinder vor allem die persönlichen Vorlieben des Kindes sowie die Erfahrungen der Eltern eine Rolle spielen.

Fünf funktionelle Grundtypen bei Kinderhandschuhen

Unabhängig vom Design und dem verwendeten Material unterscheidet man bei Kinderhandschuhen vor allem zwischen folgenden Zuschnitten:

  • Fäustlinge: Baby-Fäustlinge gehören bei Kinderhandschuhen zu den gängigsten Modellen und sind insbesondere für Neugeborene zu empfehlen. Sie können am einfachsten an- und ausgezogen werden und halten besonders warm, da die Finger sich im Inneren der Fäustlinge gegenseitig wärmen und nicht durch Fingerlinge voneinander separiert sind. Obwohl diese Art der Babyhandschuhe die wärmste ist, lehnen viele Kinder Fäustlinge aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit häufig ab. Da bei Neugeborenen der Fokus jedoch auf der Wärme und weniger auf der Bewegungsfreiheit einzelner Finger liegt, können Fäustlinge für Säuglinge und junge Babys uneingeschränkt empfohlen werden. Fäustlinge helfen übrigens auch am besten gegen Kratzen bei trockener und gereizter Haut.
  • Fäustlinge mit Daumen: Wenn das Baby bereits richtig greifen kann, können Sie alternativ zu den regulären Fausthandschuhen auch auf eine andere Form der Fäustlinge zurückgreifen: Fäustlinge mit Daumen verbinden eine erhöhte Bewegungsfreiheit mit dem Wärmekomfort normaler Fäustlinge und helfen ebenfalls gegen Kratzen. Sie sind jedoch etwas schwierigern Handhabung. Das Anziehen von Fäustlingen mit Daumen bedarf der Mithilfe des Babys, da dieses zuerst lernen muss, den Daumen abzuspreizen um ihn in den Fingerkanal für den Daumen zu führen. Sollte Ihr Baby sich hierbei eher unkooperativ zeigen, kaufen Sie am besten ein Modell mit flexiblem Armbündchen. Dieses lässt sich weit dehnen lässt und kann das Anziehen der Fäustlinge so erheblich erleichtern.
  • Fingerhandschuhe: Obwohl Fingerhandschuhe auch in Babygrößen angeboten werden, sind sie nur für größere Kinder wirklich empfehlenswert. Im Vergleich zu Fäustlingen ist das Anziehen bei Fingerhandschuhen wesentlich schwieriger. Dies kann nicht nur zu einem Ärgernis für das Kind werden, sondern stellt sich häufig auch als sehr mühselig und zeitaufwändig heraus. Ein weiteres Argument gegen Fingerhandschuhe bei jüngeren Babys ist der geringere Wärmeschutz. Durch die Separierung der Finger in einzelne Fingerkanäle geht viel Wärme verloren und die Kälte gelangt wesentlich schneller durch die eng an der Haut liegenden Textilien.
  • Halbe Handschuhe: Bei halben Handschuhen reicht der Stoff nur bis zur Hälfte oder knapp zwei Dritteln der Fingerlänge. Die Fingerspitzen bleiben dagegen nackt. Obwohl diese Handschuhart die mit der geringsten Wärmedämmung ist, kann sie in einigen Fällen empfehlenswert sein. Denn einige Kinder lehnen Handschuhe von grundauf ab und ziehen jede Art von Handschuhen oder Fäustlingen sofort wieder aus. Halbe Handschuhe werden dann am ehesten akzeptiert und ein gewärmter Handrücken immer noch besser, als gar kein Handschuh.
  • Kombo-Handschuhe: Kombo-Handschuhe sind oft eine Mischung aus halben Handschuhen und Fäustlingen. Den Grundschnitt bilden hierbei die halben Handschuhe, an welche ein zusätzliches Textilstück in Form einer Halbkugel, entweder mit einem Knopf oder Reißverschluss, angebracht ist. Das Textilstück lässt sich bei Bedarf einfach über die nackten Fingerspitzen stülpen, um so einen besseren Wärmeschutz zu erreichen. Trotz allem halten solche improvisierten Fäustlinge nicht annähernd so warm, wie richtige Baby-Fäustlinge. Sie können jedoch hilfreich sein, um Kinden Fäustlinge anzugewöhnen oder um einen Kompromiss einzuschlagen.

Das richtige Material für Kinderhandschuhe

Babyhandschuhe bekommen Sie im Handel aus den unterschiedlichsten Materialien. Lamfell ist für seine hohe Wärmedämmung bekannt, liegt im allgemeinen Preisvergleich jedoch etwas teurer als andere Materialien. Besonders gut sind auch klassische Wollhandschuhe oder Babyhandschuhe aus Lammfell oder Fleece. Letzteres ist sehr angenehm und weich auf der Haut. Fleece-Handschuhe halten außerdem sehr warm, so lange sie trocken sind. Starke Feuchtigkeit bekommt Fleece-Handschuhen allerdings weniger gut, weshalb sie bei nassem Wetter lieber auf Babyhandschuhe aus synthetischen Fasern zurückgreifen sollten, die wasserdicht und trotzdem atmungsakiv sind. Babyhandschuhe sind ebenfalls mit der richtigen Anleitung kinderleicht selbst zu nähen, stricken oder zu häkeln.

Die richtige Größe auswählen

Größenbezeichnungen spielen bei Kinderhandschuhen häufig nur in der Theorie eine Rolle, da die verschiedenen Modelle im Testbericht sehr unterschiedlich ausfallen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Handschuhe groß genug sind, um die Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einzuschränken und klein genug, dass sie nicht sofort verloren gehen. Babyhandschuhe sowie auch Fäsutlinge sollten vor dem Kauf auf jeden Fall anprobiert werden.

Babyhandschuhe und Fäustlinge: Neu, gebraucht oder selbst gemacht?

Insbesondere bei Neugeborenen spielt die Hygiene eine große Rolle, weshalb viele Eltern Textilien die gebraucht sind ablehnen. Generell sind gebrauchte Babyhandschuhe jedoch unbedenklich, sofern diese noch keine allzu starken Gebrauchsspuren haben und vor Benutzung gewaschen wurden.

Alternativ zum Neu- oder Gebraucht-Kauf können Kinderhandschuhe auch selbst gemacht werden: Mit der richtigen Anleitung lässt sich ein schönes Set Fäustlinge ganz einfach selbst stricken, häkeln oder nähen.

Im Bezug auf neue, wasserdichte Babyhandschuhe und Fäustlinge haben sich vor allem Marken wie Playshoes, Engel oder MaxiMo durchgesetzt. Hierbei gelten Lammfell Baby-Fäustlinge von Playshoes in vielen Vergleichen als Testsieger, da sie für das verwendete Material vergleichsweise günstig sind und ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Qualität liefern.

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